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St. Josef (Berlin-Köpenick)

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West-Fassade

St. Josef im Berliner Ortsteil Köpenick ist eine katholische Pfarrkirche im Dekanat Berlin Treptow-Köpenick, die in der Dammvorstadt steht. Die Kirche wurde bei ihrer Eröffnung 1899 dem hl. Josef geweiht. Sie steht seit den 1980er Jahren unter Denkmalschutz.

Am Zusammenfluss von Dahme und Spree entstand im 14. Jahrhundert auf der Schlossinsel Coepenick eine erste Burganlage. In der Umgebung siedelten sich vor allem Bauern und Handwerker an, es entstand das Dorf Coepenick, das sich zu einer kleinen Stadt im Kreis Teltow/Mark entwickelte. Im 19. Jahrhundert entfaltete sich hier erste Industrie, und Fabrikarbeiter zogen in die Nähe. Die meisten der Zugezogenen waren Katholiken und bildeten um 1850 eine Gemeinde mit rund 150 Mitgliedern. Zwischen 1855 und 1884 fanden nun monatlich ein Gottesdienst und Kommunionsunterricht im Haus des Köpenicker Kaufmanns Gerhard Schmidt (Schloßallee 2) statt. Im Jahr 1857 hatte er das obere Stockwerk zu einer kleinen Kapelle ausgestaltet.

St. Josef ist die älteste Pfarrei an der Oberspree und wurde ab 1719 von Berliner Dominikanern seelsorgerisch mitversorgt. Die erste heilige Messe, die dort regelmäßig gefeiert wurde, zelebrierte der Missionsvikar Eduard Müller aus der Berliner St.-Hedwigs-Gemeinde am 26. Dezember 1852 in einem Zimmer der damaligen Weißbierbrauerei Peters, Schloßstraße 27.

Die katholische Gemeinde in Coepenick (Schreibweise seit 1930: Köpenick) wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der katholischen Missionspfarrei Fürstenwalde zugewiesen, deren Seelsorger Pfarrer Rieger war. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts stieg die Anzahl der Katholiken aufgrund der stark expandierenden Industrie sowie des in Köpenick stationierten Militärs und der damit in Verbindung stehenden Einwanderung aus Polen und Schlesien auf rund 3000 Personen.

Bis zur Fertigstellung eines eigenen Kirchengebäudes gründete der Pfarrer Langer (aus Fürstenwalde) in dem vorhandenen Gebäude an der Lindenstraße, das zu einem provisorischen Pfarrhaus umgenutzt worden war, auf dem gekauften Baugrundstück die „erste katholische Privatschule in Coepnick“.

Danach fanden zwischen 1890 und 1899 dort auch vierzehntägige Sonntagsgottesdienste statt. Die beauftragten Seelsorger erteilten ab 1894/1895 auch katholischen Religionsunterricht in den Orten „Kalkberge/Rüdersdorf“ (ab August 1894), „Schenkendorf bei Königs Wusterhausen“ (ab 1. November 1894) sowie Erkner (ab Ostern 1895. Der Pfarrbezirk Fürstenwalde war ein weites Feld (2500 km²), zu dem unter anderem Köpenick, Adlershof, Rüdersdorf, Königs Wusterhausen und Erkner gehörten.

Köpenick wurde am 2. Mai 1896 zur selbstständigen Pfarrei erhoben und gilt damit als Mutterkirche später entstandener Berliner Pfarreien.

Der Kirchenvorstand erwarb 1884 ein Grundstück in der Lindenstraße 11 samt dem darauf befindlichen Landhaus nahe der Dammbrücke, die die Verbindung zwischen Altstadt Köpenick und den westlich gelegenen Erweiterungsvierteln herstellt. (Die Hausnummern wurden später so verändert, dass das Grundstück seit Mitte des 20. Jahrhunderts die Nummer 43 trägt.)

Die Gemeinde beauftragte nun den Berliner Architekten und Baumeister Paul Franke mit ersten Planungen eines Kirchengebäudes. Die 1894 vorgelegten Bauzeichnungen dienten dann als Basis zur Beantragung einer Baugenehmigung bei Fürstbischof Georg Cardinal Kopp, der diese am 4. Juni 1895 erteilte. Doch den staatlichen Stellen des Deutschen Reiches genügte diese Genehmigung nicht, sie verlangten von der Kirchengemeinde einen Nachweis, dass die geschätzte Bausumme von etwa 55.000 Mark ohne Probleme aufgebracht werden könne.

Ein bereits 1890 gegründeter Kirchbausammelverein hatte bis dahin zwar schon 11.000 Mark an Spenden aufgebracht, was aber den Beamten nicht reichte. Der Kirchenvorstand erweiterte seine Aktivitäten deshalb und konnte größere Beträge von den Bonifatiusvereinen Breslau, Münster, Köln und Freiburg im Breisgau auftreiben sowie Garantien von wohlhabenden Cöpenicker Bürgern vorlegen. Zusätzlich fanden Spendenkonzerte, eine Lotterie und der Verkauf von Spendenkarten statt.

Trotzdem zog sich dieser Vorgang Monate und Jahre hin, bis die Königliche Regierung in Potsdam am 2. Juli 1897 endlich die Staatsgenehmigung (Conzession) zum Neubau eines katholischen Gotteshauses am Ufer der Dahme erteilte. Diesem Beschluss folgte dann am 24. November 1897 auch die baupolizeiliche Genehmigung der Stadt Cöpenick.

Der Architekt verfeinerte seine Baupläne nun und fügte diesen auch den Neubau eines Pfarrhauses anstelle des alten Landhauses hinzu. Für beide wählte er den damals weit verbreiteten neugotischen Stil aus Backsteinen. Er bekam die Bauleitung übertragen und am 4. Oktober 1897 konnte der erste Spatenstich mit einem Hochamt gefeiert werden.

Wichtig war, dass wegen der Nähe zum Ufer der Dahme und weil der Boden aus Sand, Torf und Moor bestand, das Gotteshaus auf 435 Holzpfählen errichtet werden musste. Die Eichenbohlen ließ der beauftragte Köpenicker Ratszimmermeister Martin in Bündeln zu je etwa 9 bis 10 schräg in den Boden schlagen und im oberen Bereich mit einem Kranz aus einem Meter starken Zementbeton vergießen.

Die Grundsteinlegung fand am 8. Mai 1898 unter Anwesenheit des Fürstbischöflichen Delegaten für Brandenburg und Pommern des Bistums Breslau Propst Karl Neuber aus der Berliner St-Hedwigs-Gemeinde statt. Der Stein kam jedoch nicht in den Baugrund, sondern wurde mit dem Datum versehen neben dem Altarraum sichtbar in den Triumphbogen eingemauert (siehe Bild).

Während der Bauarbeiten musste fleißig weiteres Baugeld gesammelt werden, wozu nun auch in hiesigen Zeitungen und anderen Druckwerken Annoncen geschaltet sowie Ansichtskarten verkauft wurden. Außer den „blanken“ Bauwerken ging es schließlich ebenfalls um eine angemessene Innenausstattung wie Altäre, Bänke und um Liturgisches Gerät.

Bereits im folgenden Jahr, am 25. Mai 1899 zum Hochfest Mariä Verkündigung weihte Propst Karl Neuber die Kirche. Sie wurde unter das Patronat des heiligen Josefs gestellt. Zahlreiche Ehrengäste aus Politik, aus verschiedenen Kirchengemeinden, aus der Wirtschaft und aus Berlin und den damaligen Vororten nahmen an der Feier teil. 60 ausgewählte Gäste begingen die Kirchweihe mit einem anschließenden Festessen im Köpenicker Restaurant Kaiserhof.

Im Jahr 1899 wurde ein zweiter Geistlicher eingestellt, der unter anderem weitere Gottesdienste in Pfarrfilialen übernahm, wie in der Heilanstalt Neurahnsdorf, in Oberschöneweide und kurzfristig auch in Rudow. Beide Seelsorger führten darüber hinaus weiterhin Religionsunterricht in den verschiedenen katholischen Gemeinden durch, beispielsweise ab 10. November 1900 in Grünau und ab Ende 1901 noch in Altglienicke. Zur weiteren Verstärkung der Christlichen Missionsarbeit stellte die Cöpenicker Gemeinde im Jahr 1901 drei Barmherzige Schwestern der Congregation des hl. Borromäus ein, für die in der Annenallee die Grunersche Villa angekauft und als Unterkunft hergerichtet wurde.

Im Jahr 1900 wurde die Josefs-Pfarrei dem Archipresbyterium der Stadt Charlottenburg zugeordnet.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten sich in allen Filialbereichen so viele Katholiken angesiedelt, dass Abtrennungen von Köpenick vorgenommen wurden, zuerst in Friedrichshagen und in Oberschöneweide, alle anderen oben Genannten folgten schrittweise.

Im Jahr 1912 feierte Cardinal Kopp sein Goldenes Priesterjubiläum, was er auch zum Anlass nahm, die Verdienste von Pfarrer Christoph Karst beim Aufbau der Köpenicker Gemeinde dadurch zu würdigen, dass er ihn zum Erzbischof ad hon. ernannte. Karst selbst beging sein 25jähriges Priesterjubiläum im Januar 1914 mit einem Hochamt. Im gleichen Jahr war die eigene Kapelle der Ehrwürdigen Schwestern in ihrem Heim fertiggestellt und wurde am 9. August 1912 eingeweiht.

Im Ersten Weltkriegs kamen etliche Mitglieder der katholische Gemeinde ums Leben, für welche Trauergottesdienste bzw. Kriegsandachten stattfanden. Außerdem wurde Köpenick 1916 offiziell zur Garnisonstadt, für die Militärangehörigen katholischen Glaubens führte Pfarrer Karst zusätzlich 14tägige Militärgottesdienste durch.

In den 1920er Jahren beeinflusste die Inflation auch das kirchliche Leben in St. Josef: insbesondere waren die Beerdigungskosten „ins Unermessliche“ gestiegen, so dass kommunale Feuerbestattungsvereine großen Zulauf erhielten. Die Berliner Pfarreien (nun in der Gemeinde Groß-Berlin vereinigt) gründeten als Gegenentwicklung das Hilfswerk der Groß-Berliner Pfarreien sowie den umlagefinanzierten Begräbnisbund und konnten damit auch den Ärmeren Angebote für bezahlbare Beerdigungen machen. – Die kirchlichen Vereine hatten wegen der Geldabwertung kaum noch Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge, die Gehälter des Pfarrers und des Kaplans mussten gekürzt werden. Um aus der wirtschaftlichen Misere herauszukommen, schlossen sich die Köpenicker Katholiken zum 1. April 1923 dem Gesamtverband der Katholischen Gemeinden Groß-Berlins an.

Ab dem Jahr 1933 war auch in der St.-Josefsgemeinde der politische Umbruch spürbar: Anhänger des Nationalsozialismus marschierten im Ortsteil auf und erschienen auch in der Kirche.

Während der Olympischen Spiele 1936 in Berlin fanden im Ortsteil Grünau des Groß-Berliner Bezirks Köpenick die Ruderwettkämpfe statt. Die dafür angereisten rund 20 Sportler katholischen Glaubens hatten ihren Franziskanerpater P. Jaimes mitgebracht – dieser konnte in der St.-Josef-Kirche an drei Sonntagen Predigten in englischer Sprache halten. Der hiesige Pfarrer stellte aber mit Bedauern fest, dass die erhofften Spenden für das Kirchensäckel ausgeblieben waren.

Nach Pfarrer Langer und Christoph Karst übernahm Alfred Kionka 1930 das Amt das Pfarrers in der Köpenicker Gemeinde, ihm folgte 1936 Emil Hoffmann. Dieser bewies in der Zeit des Nationalsozialismus großen Mut, da er auf Wunsch des Bischofs den aus dem Konzentrationslager entlassenen Kaplan Bruno Schliep in die Gemeinde aufnahm. Zusammen leisteten sie im Zweiten Weltkrieg der Kirche entscheidende Dienste, indem sie eigenhändig Brandbomben vom Dachboden entfernten. Verbote, Einschränkungen und nicht zuletzt der Zweite Weltkrieg beeinflussten das Gemeindeleben, drohten es sogar komplett auszulöschen. Nur die Sakramentenpastorale blieb erhalten, und Religionsunterricht fand getarnt als „Seelsorgestunde“ statt.

Zur Erstausstattung des Kirchenraumes gehörte ein geschnitzter Hochaltar im gotischen Stil, 1901 aufgestellt und nach seiner wichtigsten Darstellung auch Marienaltar genannt. Die Köpenicker Gemeinde hatte ihn bei der Kunstwerkstatt Schweppenstede in Wiedenbrück anfertigen lassen.

Weil in einem Kirchenraum meist wertvolle Devotionalien vorhanden sind, dauerte es nicht lange, bis Diebe in das Gotteshaus einbrachen. Sie entwendeten im Laufe einiger Einbrüche unter anderem mehrere Metallleuchter, ein Aspergil und ein Weihrauchschiffchen.

Das neue Pfarrhaus entstand nach Abriss des früheren Wohnhauses ebenfalls unter Leitung des Architekten Franke, ausgeführt vom Maurermeister Albert Pförtner aus Adlershof. Es hatte auch eine „künstliche Fundierung“ erhalten, das heißt, es wurde auf Pfähle gegründet.

Das zweietagige Backsteingebäude ist auch im gotisierenden Stil gehalten. Die Fassade ist mit glasierten farbigen Ziegeln geschmückt. Betont wird der Bau durch einen übergiebelten Seitenrisaliten und einen runden Eckturm zur Straßenseite hin.

Die Einweihung des Pfarrhauses fand am 3. Februar 1909 statt, die Baukosten betrugen 45.000 Mark. Es bot mit einem großen Gemeinderaum (Konferenzraum) nun Platz für die wachsende Zahl an christlichen Aktivitäten, auch für die Kirchenvereine wie dem Arbeiterverein, einem Rosenkranz-Verein, einem Zentrumsverein oder den Vincenzverein (zur „Betreuung gefährdeter und verwahrloster Jünglinge und Knaben“). Das Pfarrhaus wurde so bald zu einem zentralen Punkt für die Gemeindemitglieder, um in Zeiten und Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs Trost und Schutz zu erlangen.

Im Kirchengebäude musste die Ausstattung wie die Heizung und die elektrische Beleuchtung in den 1910er Jahren erneuert, vor allem aber modernisiert, werden. Schließlich waren weitere Ausgaben zu planen: das Wasserbauamt forderte die Pfarrei auf, „das Bohlwerk“ am Kirchengrundstück dringend zu reparieren. Für solcherlei Instandsetzungen war bereits ein Geldbetrag gesammelt worden (vor der Inflation mit einem Wert von 1500 Mark), das die „Inflation aber fortgeschwemmt hatte“. Helfen konnte der katholische Gesamtverband, der das Geld zur Verfügung stellte mit der Weisung „dass aber auch die Gemeinde tut, was in ihren Kräften steht“.

Das Dach des Kirchturms war mittlerweile defekt, sodass es 1925 erneuert werden musste.

Für die Innenausstattung hatte die Gemeinde einen zweiten Altar bei der früheren Firma Schweppenstede in Auftrag gegeben, der Herz-Jesu-Altar wurde 1929 eingeweiht, er hatte 1000 Mark gekostet.

Im Jahr 1935 wurde das Pfarrhaus einer gründlichen Renovierung unterzogen.

Auf Veranlassung von Pfarrer Hoffmann fand im Jahr 1937eine zweite gründliche Renovierung der Kirche statt. Für einen Betrag von rund 23.000 Mark wurden

Beim Wiedereinräumen erhielt der Marienaltar einen zurückversetzten Platz, weil der Herz-Jesu-Altar nicht wieder aufgestellt wurde („er entsprach in seinem Stil in keiner Weise dem Marienaltar“) und die Kanzel wurde ebenfalls versetzt.

Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Kirchengebäude durch Bombentreffer und Luftminen schwere Beschädigungen, vor allem zersplitterten Fenster und Türen, die Dächer des Turmes und des Kirchenschiffs zerbrachen, so regnete es in das Innere. Zur Weihnachtszeit 1943/1944 lag sogar eine Schneedecke auf dem Altar. Trotzdem oder gerade deswegen waren viele Gläubige zur Andacht gekommen und Pfarrer Hoffmann hielt eine kurze zu Herzen gehende Predigt.

Nach Beendigung des Krieges waren es die Ehrwürdigen Schwestern in Köpenick, die ihre Kapelle in der Annenallee zuerst wieder hergerichtet hatten, so dass hier das „erste Friedensgebet“ abgehalten werden konnte.

Die Gemeinde St. Josef hatte nun bereits wieder 4500 Mitglieder auch durch Zulauf zahlreicher Heimatvertriebener aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten; sie arrangierten sich mit der neuen politischen Situation in der Sowjetischen Besatzungszone bzw. in der DDR.

Durch den Bau der Berliner Mauer wuchs die Gemeinde enger zusammen, es wurden Familienkreise gegründet und die religiöse Kinderwoche eingeführt. Nach den Empfehlungen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962 bis 1965) und den Beschlüssen der Berliner Bischofskonferenz (1974) erfolgte auch in Köpenick die Gründung eines Pfarrgemeinderats.

1984 wurde Franz Scholz neuer Pfarrer und hatte dieses Amt bis Ende März 2013 inne.

Ein ehrenamtlicher Kirchenchor gründete sich, eine Lektoren- und Kantorengruppe folgten. Eine erneute Herausforderung für die Gemeinde bestand zurzeit der politischen Wende 1989. Die Gemeindemitglieder hatten sich gesellschaftlich, politisch und kirchlich neu zu orientieren.

Noch im Mai 1945 gelang es den verbliebenen Gemeindemitgliedern, ihr Gotteshaus bis auf die Kirchturmspitze provisorisch wieder herzustellen. Die Dächer konnten geschlossen werden, anstelle der Fenster wurden Glasflaschen eingebaut und im oberen Bereich der Altarfenster baute die Fa. Puhl und Wagner Lüftungsklappen ein, geschmückt mit farbigen Darstellungen der 7 heiligen Sakramente. Der hohe Kirchturm wurde nicht wieder aufgebaut, sondern mit einem verkürzten Satteldach abgeschlossen. Die Glocken waren nicht zerstört worden.

Auch das Pfarrhaus war durch die Kriegshandlungen stark beschädigt. Es wurde nach Erledigung der Arbeiten am und im Gotteshaus ebenfalls repariert.

Am 7. Januar 1962 verlor die Gemeinde den Marienaltar, er „verbrannte nächtens restlos“, weil eine Weihnachtskrippe in Flammen aufgegangen war.

Zwischen 1957 und 1968 erfolgte wiederum eine umfassende Renovierung der Kirche. Unter Beachtung der 1963 beschlossenen Liturgiereform wurde der Innenraum vereinfacht, bezogen vor allem auf die Sakramentalien und die Kirchenkunst.

Die provisorischen Flaschenfenster wurden 1958 durch drei bleiverglaste farbige Fenster in moderner Ausführung in der Apsis ersetzt, die Szenen aus dem Leben Jesu und den heiligen Josef darstellen. Sie stammen aus der Werkstatt des Künstlers Gerd Olbrich.

Bei den umfangreichen Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten der Fassaden und des Innenraumes zwischen 1993 und 1999, die der Architekt Martin Stachat leitete, wurden die Holzdecke, der Altar, der Ambo, das Gestühl und der Fußboden erneuert sowie eine moderne Heizung installiert. Der ursprüngliche neogotische Charakter wurde jedoch weitestgehend wieder angestrebt. Das Interieur erhielt eine neue zurückhaltende Farbigkeit. Die Gemeinde überlegte, die Turmspitze wieder aufbauen zu lassen.

Seit jeher gehört soziales Engagement zu den Aufgaben der Gemeinde, die das St.-Josef-Stift, eine Kita, betreibt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Gesprächsgruppen und Kreise mit Möglichkeiten der Begegnung und Glaubensvermittlung.

Im Jahr 2003 erfolgte eine Zusammenlegung mit der katholischen Gemeinde St. Franziskus im Köpenicker Ortsteil Friedrichshagen. Diese war ursprünglich Anfang des 20. Jahrhunderts aus der Pfarrei Köpenick hervorgegangen.

Die Schließung einiger Großbetriebe durch die gesellschaftlichen Umbrüche im Bereich der Gemeinde war nicht einfach. Eine Belebung der kirchlichen Verbandsstrukturen wie der Bildung der Kolpingsfamilie und der Katholischen Frauengemeinschaft sowie der Katholischen Arbeitnehmerbewegung und des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend sorgten für eine gewisse Gegensteuerung.

Während der Instandsetzungs- und Renovierungsarbeiten an der Kirche in den 1990er-Jahren fanden die Gottesdienste in der nahegelegenen evangelischen St. Laurentiuskirche statt.

Im Sommer 1999 beging die katholische St.-Josefgemeinde Köpenick eine Festwoche (29. Mai bis 6. Juni) aus Anlass der 100-Jahrfeier der Kirchenweihe. Es gab Konzerte, eine Ausstellung zur Geschichte, Auftritte von fünf Kirchenchören und Messen.

Das Kirchengebäude, ein weiß verfugter Backsteinbau, ist eine Saalkirche mit dreiseitig geschlossenem Chor (“3⁄8-Schluss) im Stil der Neogotik. Die Apsisseite zeigt zur Dahme hin und ist in Verlängerung des inneren Triumphbogens mit einem Ziergiebel geschmückt. Bei den Reparaturarbeiten der 1990er Jahre erhielt das Satteldach eine neue Schieferdeckung. Beidseitig sind Gauben symmetrisch über die Dachschräge angeordnet.

Zum Abfangen der Baulasten sind stummelartige höhenabgestufte Strebepfeiler an den Gebäudeseiten verankert.

Die Höhe des Turmes vom Erdboden bis zur Spitze betrug ursprünglich 41,40 Meter. Der Architekt hatte noch einen Meter höher geplant, was die Baubehörde bei der Erteilung der Baugenehmigung einkürzte. Nach den Kriegsschäden 1945 wurde der Turm bis auf seinen Stumpf zurückgebaut und schließlich ebenfalls mit einem Satteldach, gegen das Haupthaus um 90 Grad gedreht, abgeschlossen. Längere Zeit diskutierten die Kirchenverantwortlichen die Frage, ob der Turm in seiner ursprünglichen Form wieder aufgebaut werden solle. Das wird wohl aus statischen Gründen nicht mehr möglich sein.

Samt First ist der Turm nun nur 23,20 Meter hoch und erhielt bei den letzten Instandsetzungsarbeiten eine Eindeckung mit Kupferblechen. Mittig auf dem Dachfirst erhebt sich das meterhohe metallene Kreuz als weithin sichtbares Zeichen.

Trotz seiner verringerten Höhe dominiert der Westturm die Ansicht des Gotteshauses von der Straßenseite aus. Im quadratischen Kirchturmstumpf (Grundriss (5 m × 5 m) führt eine Treppe direkt in die Glockenstube. Dieser Raum trägt auf allen vier Seiten lange hohe Schallöffnungen.

Ein übergiebeltes Rundbogen-Portal bildet den Haupteingang zum Gotteshaus am Turmfuß.

An den Turmfuß angeschmiegt steht auf der Südwestseite ein eingeschossiger Viertelrundbau mit der Treppe zur Empore.

Im Glockenstuhl befindet sich das dreistimmige Geläut. Die mittlere Glocke ist über der kleinen und der großen Glocke aufgehängt. An den Schultern der Gussstahlglocken befindet sich die Inschrift „Bochumer Verein, Bochum, 1898“; sie wurden zur Weihe der Kirche vom Bochumer Verein gegossen. Sie werden von einem elektrischen Läutewerk bewegt und sind im Molldreiklang d’, f’, a’ gestimmt.

Die Vierung unter dem Kirchturm stellt zugleich den Eingangsbereich in den Kirchenraum dar und ist mit Ganzglastüren zum Hauptschiff abgegrenzt. Das Kirchenschiff ist mit einem Tonnengewölbe abgeschlossen.

Der frühere Hochaltar im Zentrum des Chorraumes, im Ergebnis der Liturgiereform abgebaut, wurde im Auftrag der Kirchengemeinde durch einen mit dunkel gebeiztem Naturholz gestalteten Altar ersetzt. Er zeigt in groben Umrissen das Volk Gottes. Darüber hinaus bilden nun ein Ambo (aus gleichem Holz wie der Altar gefertigt) sowie ein schlichtes Taufbecken und ein Tabernakel die Ausstattung des Altarraumes. Auch die auf dem Boden aufgestellten Leuchter sind aus groben Hölzern passend geformt.

Die Säule für das Taufbecken ist – wie Ambo, Altarmensa und der Tabernakel in der südlichen Kapelle – aus dunkel gebeizten naturfarbenem Holz gestaltet, deren unterschiedlich klare Geometrie die Idee der Dreifaltigkeit wiedergibt. Die Vordertüren des Tabernakelschranks scheinen das Allerheiligste zu umhüllen und zu schützen oder es auch zu öffnen.

Die früheren Altarfenster gingen Ende des Zweiten Weltkriegs verloren. Nach einem längeren Provisorium konnten im Jahr 1958 Glasgemälde von Gert Olbrich eingesetzt werden.

Die Fenster im Hauptschiff sind dreibahnige ebenfalls bunte Spitzbogenfenster, an jeder Längsseite fünf. Ein Rahmen aus dunklen Klinkern überzeichnet die Spitzbogenform zum Inneren hin.

An den Brüstungen der hölzernen Orgelempore sind Schnitzfiguren aus dem früher in der Kirche vorhandenen Hochaltar angebracht. Unter der Empore befinden sich beiderseits des Eingangsbereichs Beichtstühle, mit den Schnitztafeln des Kreuzwegs geschmückt. Sie erhielten diesen Platz im Jahr 1937 nach Empfehlungen des Berliner Bildhauers Hans Lottermann.

Im Jahr 1993 verlegten Handwerker einen neuen Fußboden, der das vorherige Parkett ersetzte. Ein in mehreren Graustufen gehaltenes Steinmosaik, unter Mitarbeit des Kunstmalers Siegfried Schütze entworfen, nimmt das Licht- und Schattenspiel im Kircheninneren auf. Zum Chorraum hin weitet sich der Gang, und die Fliesentöne sind heller. Das Tonnengewölbe trägt eine in Querrichtung kassettenförmig gegliederte Decke. Über den Seitengängen vor den Fenstern sind in verschiedenen Längen abgestufte moderne Punktlichtquellen aufgehängt.

Auf der Empore befindet sich die 1973 als Opus 1992 von der Firma Sauer (Frankfurt/Oder) gebaute Orgel mit mechanischer Spiel- und Registertraktur. Sie hat folgende Disposition:

Folgende Seelsorger waren in der Cöpenicker Gemeinde und der späteren St. Josef-Kirche tätig:

Ihnen allen standen meist Kaplane oder Küster zur Seite, die ebenfalls im Pfarrhaus wohnten.

Koordinaten:

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Athletics at the Inter-Allied Games

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The athletics competition at the Inter-Allied Games was held at the Stade Pershing from 22 June to 6 July 1919 in Paris, France. The event was open to all military personnel from countries that were among the Allies of World War I.

The athletics competition consisted of 24 men’s events, 20 of which counted towards the team scores. The standard international judging rules were applied, with field event results measured in metres, and the winner of the track event being timed by three judges separately. The 10-kilometre cross country running competition (not a medal event here) covered natural landscapes around the Joinville-le-Pont with a start and finishing point within the stadium. The reduced-distance 16,000 m marathon was organised similarly, except the extra-stadium course were the local streets in the area.

The Americans, headed by team captain and Olympic medallist Richard Byrd and featuring a number of college-level athletes, clearly topped the points table with 92 compared to runner-up France with 12. Points were assigned on a by-event basis of one point for third, two points for second, and three points for first. The gathering marked a key development of the sport of track and field within France, as American personnel and YMCA sports coaches both coached and exhibited the various common American events at that time.

The foremost track athletes at the games were Charley Paddock, who won a 100 metres/200 metres sprint double, and Robert Simpson, who completed a similar feat in the hurdles. Frenchman Jean Vermeulen won a long-distance running double by taking the cross country and modified marathon titles, despite having a crippled arm from the war. The 200 metres hurdles event was won by Simpson in a time just one fifth of a second short of the world record at that time, even though the athletes had the disadvantage of one of the hurdles being misplaced by a margin of two metres. The American’s winning time of 1:30.8 in the 4×200 metres relay was declared a new world record at the time, but was later discovered to be inferior to a time run at the Penn Relays one month earlier.

An unorthodox addition to the track and field events was the hand grenade throwing competition. This non-point-scoring event consisted of throwing for distance rather than accuracy and the winning distance of 245 feet and 11 inches, set by American military chaplain Fred Thomson, was declared a new world record. Two other non-point-scoring events were reserved for men who had served as part of an Army of Occupation during the war: a long jump contest and a 4×200 metres relay race. In that relay race the Italian team protested the victory, but a subsequent run-off resulted in the same outcome, with France first and Italy second. The hammer throw was absent from the programme, but two Americans—Pat Ryan and William McCormick—gave a demonstration of their speciality event.

  Host nation (France)

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Výsluní

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Géolocalisation sur la carte : République tchèque

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Výsluní (en allemand : Sonnenberg) est une ville du district de Chomutov, dans la région d’Ústí nad Labem, en République tchèque. Sa population s’élevait à 390 habitants en 2017.

Výsluní se trouve à 13 km à l’est de Chomutov, à 62 km au sud-ouest d’Ústí nad Labem et à 96 km au nord-ouest de Prague.

La commune est limitée par l’Allemagne et Hora Svatého Šebestiána au nord, par Křimov, Málkov et Místo à l’est, par Kadaň et Klášterec nad Ohří au sud, et par Domašín et Kryštofovy Hamry à l’ouest.

La première mention écrite du village de Výsluní remonte à 1292.

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